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Gesamtschule Heskem

Eine der ersten energieautarken Schulen in Deutschland

Die Gesamtschule in Ebsdorfergrund-Heskem soll ein Musterbeispiel für die Nutzung von erneuerbaren Energien für den kommunalen Gebäudebestand werden. Die gesamte Wärme für Heizung und Warmwasser kommt schon heute von der nahe gelegenen Biogasanlage in Mölln. Der Strom reicht bereits jetzt zur 100%-igen Abdeckung des Bedarfs, obwohl noch ein weiteres Flachdach zur Stromgewinnung frei ist. Er wird über mehrere große Sonnenkraftwerke auf den Schuldächern erzeugt. Mit Vollendung des Projekts wird die Schule wohl eine der ersten in ganz Deutschland sein, die „energieautark“ ist, also keine fossile Energie wie Kohle, Öl, Atom oder Gas mehr verwendet, und auch keinen Kohlendioxidausstoß mehr erzeugt. Alle Energie wird dann zu 100 Prozent aus erneuerbaren Energien direkt vor Ort erzeugt.

Gesamtschule HeskemDie Biogasanlage in Mölln besteht aus zwei so genannten Fermentern. In diesen wird die Biomasse  (Gülle, Mist, Gras, Gartenabfälle und Mais) von Mikroorganismen in Methan umgewandelt. Dieses Methangas ist chemisch dem Erdgas identisch. Es liefert die Energie für einen Motor mit über 500 kW (680 PS), der wiederum einen Stromgenerator antreibt. Zusammen produzieren sie jeden Tag 7.500 Kilowattstunden Strom und ebenso viel Wärme. Zum Vergleich: 750 Litern Heizöl wären täglich nötig, diese Wärme zu erzeugen. Mit dem täglich erzeugten Strom käme eine durchschnittliche Familie zwei Jahre aus.
Die Anlage wird von vier Landwirten aus dem Kreis betrieben und finanziert sich aus dem verkauften Strom. „Ein netter Nebeneffekt ist die Düngemittelproduktion“, so Peter Arndt, technischer Leiter der Anlage. „Nicht nur, dass wir die Energie aus der Gülle holen. Die Gär-Rückstände sind auch ein viel besserer Dünger und – was viele freut – sie riechen auch kaum noch.“ Eine Besonderheit der Anlage im Vergleich zu den meisten anderen Biogasanlagen ist die Nutzung der Wärme: Sie wird in eine 300 Meter lange Nahwärmeleitung eingespeist, die die Schule und das Schwimmbad versorgt.

Solarzellen auf dem Dach der GesamtschuleNeben Wärme braucht die Schule aber auch Strom. Im Dezember 2007 wurde hierzu auf den Dächern der Gesamtschule in Ebsdorfergrund-Heskem das erste Bürgersonnenkraftwerk errichtet. Seit Ende 2010 ist inzwischen der sechste Bauabschnitt in Betrieb. Jetzt ist die Vollversorgung der Schule mit Strom allein aus Sonnenlicht komplett. Mit diesem Projekt wollen der Landkreis Marburg-Biedenkopf und der Verein Sonneninitiative e.V. zeigen, dass eine 100-Prozent-Versorgung mit erneuerbaren Energien auch in der Praxis möglich ist. Landrat Robert Fischbach hat die Solaranlagen des sechsten Bauabschnitts auf dem Hauptgebäude der Schule zusammen mit Schulleiter Lothar Potthoff und den Initiatoren von der Sonneninitiative am Donnerstag, 27. Januar 2011, feierlich den Besitzern, klimaengagierten Bürgern aus der Gemeinde Ebsdorfergrund und dem Kreisgebiet, übergeben. Diese haben bisher rund 700.000 Euro in das Bürgersonnenkraftwerk investiert. „Zusammen mit der regenerativen Wärme aus der Biogasanlage in Mölln, die von vier Landwirten aus dem Ebsdorfergrund betrieben wird, ist die Gesamtschule Ebsdorfergrund jetzt die erste Schule, die energieautark ist, also keine fossile Energie wie Kohle, Öl, Atom oder Gas mehr verwendet und auch keine Kohlendioxidemissionen mehr erzeugt“, stellte Landrat Robert Fischbach fest. Dies sei ein wichtiger Meilenstein für den Kreis, der beschlossen hat, bis 2040 alle Energie, die hier benötigt wird, auch vor Ort aus regenerativen Quellen zu erzeugen, erklärte der Landrat.
Zusammengenommen sind auf fünf Dächern der Schule bisher Photovoltaikanlagen mit einer Maximalleistung von 164 Kilowatt installiert worden, die den erzeugten Strom direkt in das Schulnetz einspeisen. Sie liefern über das Jahr etwa 150.000 Kilowattstunden sauberen Sonnenstrom, was ziemlich genau dem Stromverbrauch von Schule und Sporthallen entspricht. So spart das Schulkraftwerk der Umwelt jährlich rund 115 Tonnen des Klimagases Kohlendioxid, eine Menge, mit der man 57 große Heißluftballone füllen könnte.
Schulleiter Lothar Potthoff, Landrat Robert Fischbach und Volker Klös von der Sonneninitiative e.V. (v.l.n.r.) stehen auf einem Dächer der Gesamtschule in Heskem, auf dem nunmehr schon der sechste Bauabschnitt des Bürgersonnenkraftwerks in Betrieb genommen werden konnte.Nur noch ein einziges großes Flachdach ist frei. Es soll nach der notwendigen Sanierung ebenfalls zur Stromgewinnung genutzt werden. Wer bei diesem siebten und letzten Bauabschnitt mitmachen will, kann sich unter der Telefonnummer 06420/839902 oder auf der Internetseite www.sonneninitiative.org informieren. Hier hat der Verein auch
Bilder vom Bau der Bürgersonnenkraftwerke eingestellt.
Im Dezember 2007 wurde auf der Gesamtschule in Ebsdorfergrund-Heskem das erste Bürgersonnenkraftwerk errichtet. Seit Ende 2010 ist inzwischen der sechste Bauabschnitt in Betrieb. Jetzt ist die Vollversorgung der Schule mit Strom allein aus Sonnenlicht komplett.

Mit diesem Projekt wollen der Landkreis Marburg-Biedenkopf und der Verein Sonneninitiative e.V. zeigen, dass eine 100-Prozent-Versorgung mit erneuerbaren Energien auch in der Praxis möglich ist. Landrat Robert Fischbach hat die Solaranlagen des sechsten Bauabschnitts auf dem Hauptgebäude der Schule zusammen mit Schulleiter Lothar Potthoff und den Initiatoren von der Sonneninitiative am Donnerstag, 27. Januar 2011, feierlich den Besitzern, klimaengagierten Bürgern aus der Gemeinde Ebsdorfergrund und dem Kreisgebiet, übergeben. Diese haben bisher rund 700.000 Euro in das Bürgersonnenkraftwerk investiert.

„Zusammen mit der regenerativen Wärme aus der Biogasanlage in Mölln, die von vier Landwirten aus dem Ebsdorfergrund betrieben wird, ist die Gesamtschule Ebsdorfergrund jetzt die erste Schule, die energieautark ist, also keine fossile Energie wie Kohle, Öl, Atom oder Gas mehr verwendet und auch keine Kohlendioxidemissionen mehr erzeugt“, stellte Landrat Robert Fischbach fest. Dies sei ein wichtiger Meilenstein für den Kreis, der beschlossen hat, bis 2040 alle Energie, die hier benötigt wird, auch vor Ort aus regenerativen Quellen zu erzeugen, erklärte der Landrat.

Zusammengenommen sind auf fünf Dächern der Schule bisher Photovoltaikanlagen mit einer Maximalleistung von 164 Kilowatt installiert worden, die den erzeugten Strom direkt in das Schulnetz einspeisen. Sie liefern über das Jahr etwa 150.000 Kilowattstunden sauberen Sonnenstrom, was ziemlich genau dem Stromverbrauch von Schule und Sporthallen entspricht. So spart das Schulkraftwerk der Umwelt jährlich rund 115 Tonnen des Klimagases Kohlendioxid, eine Menge, mit der man 57 große Heißluftballone füllen könnte.

Nur noch ein einziges großes Flachdach ist frei. Es soll nach der notwendigen Sanierung ebenfalls zur Stromgewinnung genutzt werden. Wer bei diesem siebten und letzten Bauabschnitt mitmachen will, kann sich unter der Telefonnummer 06420/839902 oder auf der Internetseite www.sonneninitiative.org informieren.

Bilder vom Bau der Bürgersonnenkraftwerke hat der Verein im Internet unter www.sonneninitiative.org eingestellt.

 

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