Der Landkreis Marburg-Biedenkopf hat bei seinem Fuhrpark den Ausstoß von Kohlendioxid (CO2) innerhalb eines Jahres um fast 30 Prozent oder mehr als 43 Tonnen reduziert. Diese Verringerung liegt deutlich über der vom Kreistag in einem Beschluss geforderten Menge. „Es ist uns gelungen, durch ein Maßnahmenpaket den Ausstoß des klimaschädlichen Gases Kohlendioxid zu verringern und so einen Beitrag zum Klimaschutz zu leisten“, so Landrat Robert Fischbach. Er ist der Meinung, dass die Kreisverwaltung bei diesem Thema mit gutem Beispiel vorangehen muss.
Der Kreistag des Landkreises Marburg-Biedenkopf hatte im März 2007 nach einem Antrag von CDU, Bündnis90/Die Grünen, FDP und Freien Wählern einstimmig beschlossen, dass beim kreiseigenen Fuhrpark innerhalb eines Jahres der CO2-Ausstoß um mindestes 20 Prozent (ausgehend vom Jahr 2006) zu senken ist.
Um den Ausstoß von Kohlendioxid zu reduzieren, setzte der Landkreis Marburg-Biedenkopf auf einem dreistufigen Lösungsansatz: Mittel- und langfristig wirkt sich aus, dass bei anstehenden Ersatzbeschaffungen Fahrzeuge mit geringerem CO2-Ausstoß für den Fuhrpark beschafft werden. Zudem wurden die gefahrenen Kilometer reduziert. Bei der Einteilung der Dienstwagen wurde darüber hinaus darauf geachtet, dass die Fahrzeuge mit geringerem CO2-Ausstoß zum Einsatz kamen.
Haben die 51 Dienstwagen im Jahr 2006 bei 729.484 gefahrenen Kilometern insgesamt 150.154.275 Gramm (oder mehr als 150 Tonnen) CO2 ausgestoßen, werden die Kilometerleistung im Jahr 2008 um gut zehn Prozent auf 654.254 Kilometer und der CO2-Ausstoß um 28,78 Prozent auf 106.934.226 Gramm (oder rund 106 Tonnen) gesenkt werden. Diese Zahlen beruhen auf den hochgerechneten Zahlen des ersten Halbjahres 2008.
„Bei den Leasingfahrzeugen wurden die bisher beschafften Fahrzeugen mit Benzinmotoren bei Auslaufen der Leasingverträge umfassend durch Dieselfahrzeuge mit Rußpartikelfilter ersetzt“, erläuterte Landrat Robert Fischbach die Vorgehensweise. Zudem sei bei der Fahrzeugauswahl auf einen geringen CO2-Ausstoß geachtet worden. „Bis zum 30. Juni 2008 haben wir auch fünf Fahrzeuge, die dem Landkreis gehörten, still gelegt. Neben der wirtschaftlichen Betrachtung wurde dabei auch der Ausstoß von Kohlendioxid berücksichtigt“, erklärte der Landrat.
Rechnet man die im ersten Halbjahr 2008 gefahrenen Kilometer auf das gesamte Jahr hoch, so liegt der zu erwartende Wert etwa 57.000 Kilometer niedriger als der Vergleichswert aus dem Jahr 2006. „Generell ist bei der Bewirtschaftung unseres Fuhrparks in den vergangenen Jahren zu beobachten, dass die Dienstwagen bei einer hohen Auslastung insgesamt weniger Kilometer zurücklegen“, stellte Landrat Robert Fischbach anerkennend fest.
„Wir haben das Ziel von 20 Prozent weniger CO2 deutlich übertroffen. Auf diesem Erfolg werden wir uns jetzt aber nicht ausruhen sondern wir streben weitere Verbesserungen für die Zukunft an“, betonte der Landrat.
|