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Landkreis möchte Fördermittel der Bundesregierung für Klimaschutzkonzept
Der Landkreis Marburg-Biedenkopf hat bei der Klimaschutzinitiative der Bundesregierung Fördergelder für die Erstellung eines Klimaschutzkonzeptes beantragt. Um Aktivitäten zur Erreichung nachhaltiger Klimaschutzziele zu fördern und zu koordinieren, wurde vom Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz und Reaktorsicherheit (BMU) die Klimaschutzinitiative ins Leben gerufen. In diesem Rahmen werden unterschiedliche Projekte gefördert, unter anderem auch die Erarbeitung von Klimaschutzkonzepte auf kommunaler Ebene – wie im Landkreis Marburg-Biedenkopf.
Der Landkreis möchte mit dem Konzept seine bereits vorhandenen Aktivitäten und Strukturen innerhalb dieses Themenfelds noch besser vernetzen und koordinieren. Das Klimaschutzkonzept kostet 205.000 Euro. Davon könnten 80 Prozent durch die Förderung des Bundes abgedeckt werden. Die Erstellung des Förderantrages wurde gemeinsam mit dem Verein deENet e.V. aus Kassel vorgenommen.
Der Landkreis Marburg-Biedenkopf ist auf nationaler Ebene bereits Vorreiter im Bereich der regionalen Umstellung auf erneuerbare Energien. In einer deutschlandweiten Studie des Projektes „100%-Erneuerbare-Energie-Regionen“ wird der Landkreis in die höchste Kategorie eingestuft.
Diese Einschätzung beruht auch auf der Tatsache, dass das Ziel, den Landkreis bis zum 2040 unabhängig von fossilen und nuklearen Energieträgern zu machen, mit breiter Mehrheit auch politisch getragen wird. Zudem hat der Landkreis bereits innovative Organisationsstrukturen geschaffen, um die Energiewende voranzutreiben. Gerade auch im Bereich Öffentlichkeitsarbeit ist der Landkreis Vorbild für andere Regionen, da insbesondere durch die Kampagne RegioEnergie und öffentliche Informationsveranstaltungen zu erneuerbaren Energien erfolgreich auf das Thema aufmerksam gemacht wird. Zudem gibt es bereits eine Vielzahl konkreter Maßnahmen zum Klimaschutz im Landkreis.
Nun gilt es, den Fokus von den erneuerbaren Energien auf die umfassenderen Aspekte des Klimaschutzes auszuweiten. Dazu ist es notwendig, ein Leitbild auf wissenschaftlicher Grundlage zu entwickeln, aus dem konkrete Handlungsanweisungen und effiziente Organisationsstrukturen abgeleitet werden können.
Als Erarbeitungszeit für das Konzept sind 12 Monate angesetzt. Dabei starten organisatorische Aufgaben und die Situationsanalyse des Landkreises gleich zu Beginn der Laufzeit, die Ergebnisse wie die Entwicklung eines Leitbilds und konkrete Maßnahmenpakte werden vor allem im letzten Drittel des Projekts generiert.
Download: Beschluss des Kreistages vom 8. Mai 2009
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